Bei kalten temperaturen joggen
Nicht ganz! Mit etwas Vernunft und der richtigen Kleidung überbrückt man den Winter ohne Sportpause — und Krankheit. Veröffentlicht: Matthias Becker hat Politikwissenschaft und Soziologie studiert und testet als passionierter Sportler alles, was mit Sport, Fitness und Ernährung zu bei kalten temperaturen joggen hat. Dass Joggen gesund ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. Denn Ausdauersport steigert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern stärkt auch das Herz-Kreislauf-System und die Abwehrkräfte. Eine bessere Vorbeugung vor Krankheiten gibt es kaum. Sollte man sein Sport-Pensum dann lieber nach drinnen verlegen? Nicht unbedingt! Tatsächlich regt Laufen in der Kälte die Immunkörper noch stärker an, da viel kalte Luft in die Atemwege gerät. Dann ist das Immunsystem überfordert und man wird krank. Häufig passiert das, wenn man schwer durch den Mund atmet. Daher atmet man bei kalten Temperaturen besser durch die Nase, weil die Luft so auf dem Weg in die Lunge befeuchtet und erwärmt wird. Wird es anstrengender, braucht man automatisch mehr Luft — und die bekommt man nur durch den Mund. Das bedeutet: Bei sehr kalten Temperaturen sollte man auf intensive Läufe verzichten und nur so schnell bzw. Ab welcher Temperatur dieses »Limit« erreicht wird, kann man pauschal nicht sagen. Vor allem hängt das vom Trainingsstand und Immunsystem des Trainierenden ab. Laufen bei Kälte verbrennt mehr Kalorien Wer nun vor allem Sport treibt, um abzunehmen oder in Form zu bleiben, mag sich fragen, ob auch ein lockerer Lauf ausreichend Kalorien verbrennt. Hier kommt aber der Winter ins Spiel: Durch die Kälte benötigt der Körper mehr Energie, um seine Temperatur zu halten. Dafür muss er mehr Kalorien verbrennen. Dieser Effekt wurde in wissenschaftlichen Studien belegt und kompensiert daher gut die geringere Intensität. Erfahrene Jogger können die Winterzeit für Grundlagentraining nutzen, sprich die Läufe etwas langsamer, aber dafür gerne etwas länger halten. Das ist auch aus trainingstechnischer Hinsicht eine willkommene Abwechslung zu kürzeren, knackigen Runs im Frühling und Sommer. Bei besonders langen Läufen sollte man aber das Trinken nicht vergessen, denn durch die kalte Luft trocknen die Atemwege schneller aus. Ein kleiner Rucksack samt Trinkblase könnte dann eine Option sein. In der Übergangszeit und speziell im Winter wird es hingegen tricky, denn eigentlich ist es kalt, aber durch die Bewegung wird einem schnell warm. Also was tun? Zwiebelprinzip Vom Zwiebelprinzip dürfte jeder schon gehört haben.