Umsatzkostenverfahren gesamtkostenverfahren beispiel
Das Gesamtkostenverfahren am Beispiel erklärt So funktioniert das Gesamtkostenverfahren Das Gesamtkostenverfahren zeichnet sich dadurch aus, dass es neben Aufwendungen und Erträgen auch Bestandsveränderungen sowie aktivierte Eigenleistungen ausweist. Im Umsatzkostenverfahren werden diese zwar ebenfalls bei der Berechnung berücksichtigt, tauchen jedoch in der GuV nicht gesondert auf. Aus diesem Grund ist das Gesamtkostenverfahren aussagekräftiger, wenn es um die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens geht. Bestandserhöhungen an fertigen oder unfertigen Waren werden zu den Umsatzerlösen addiert, Bestandsminderungen dementsprechend abgezogen. Folglich können Bestandsveränderungen im Gesamtkostenverfahren sowohl auf der Aufwands- als auch der Ertragsseite stehen. Hinweis Unter aktivierten Eigenleistungen versteht man Gegenstände des Anlagevermögens, die ein Unternehmen zur eigenen Verwendung herstellt. Das kann zum Beispiel die Entwicklung von Software zur Optimierung von Betriebsabläufen oder die Produktion einer neuen Maschine zur Verbesserung der Fertigungsabläufe sein. Die entstandenen Herstellungs- und Personalkosten werden durch die Aktivierung des jeweiligen Gegenstandes als Anlagevermögen in der Bilanz erfasst. Das Gesamtkostenverfahren ist das in Deutschland favorisierte Verfahren zur Erstellung der GuV. Theoretisch lassen sich damit Rückschlüsse auf den Erfolg eines Unternehmens ziehen. Zudem ergibt sich durch die detaillierte Aufschlüsselung der Kostenarten ein guter Überblick, wie sich die Kosten eines Unternehmens genau zusammensetzen. Auf diese Weise wird der Ist-Zustand realistisch abgebildet. Die Nachteile des Gesamtkostenverfahrens Der letztgenannte Vorteil ist allerdings auch einer der gravierendsten Nachteile des Gesamtkostenverfahrens. Umsatzkostenverfahren gesamtkostenverfahren beispiel den exakten Bestand der fertigen und unfertigen Erzeugnisse anzugeben, sind immer wieder umfassende Inventuren nötig. Die meisten Unternehmen mit der üblichen Personalauslastung können diese aber nur einmal jährlich zum Bilanzstichtag realisieren. Man arbeitet deshalb bei Berechnungen im Laufe des Geschäftsjahres bei diesen Posten mit Schätz- oder Annäherungswerte, was das Ergebnis mehr oder weniger stark verfälscht. Die wirtschaftliche Aussagekraft der GuV wird dadurch geschwächt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Bestands- und Umsatzzahlen für alle Produktgruppen zusammengefasst und jeweils als ein Posten angegeben werden. So erfasst man nur den allgemeinen unternehmerischen Erfolg oder Misserfolg, was keine Rückschlüsse zur Rentabilität einzelner Produkte oder Produktlinien ermöglicht. Um deren Erfolg im Detail einzeln beurteilen zu können, müssen weitere betriebswirtschaftliche Verfahren und Berechnungen angewendet werden. Die GuV, die eigentlich eine fundierte Basis für die Unternehmensplanung bieten soll, hat in diesen Fällen ihr Ziel verfehlt. Für kleine und mittelständische Betriebe mit einem überschaubaren Produktangebot ist das Gesamtkostenverfahren dennoch geeignet, weil für sie der Vorteil der vergleichsweise einfachen Handhabung und Berechnung überwiegt. Das Gesamtkostenverfahren am Beispiel erklärt Die besprochenen Vor- und Nachteile des Gesamtkostenverfahrens werden an einem Beispiel am besten deutlich. Dafür betrachten wir ein Textilunternehmen: Ein Umsatzkostenverfahren gesamtkostenverfahren beispiel hat innerhalb eines Geschäftsjahres Am Ende des Geschäftsjahres verbleiben Restbestände von 1. Die weiteren Kosten im Zusammenhang mit den verkauften T-Shirts und Hoodies betragen: Personalkosten