Durchschnitt kranktage deutschland

Abspielen Gründe für die angestiegenen Fehlzeiten waren laut Krankenkassen allen voran Erkältungskrankheiten, Bronchitis und Grippe. TK-Chef Jens Baas vermutet bei den Infektionskrankheiten Pandemie-Nachholeffekte. Doch auch elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen eAU machten sich laut DAK-Gesundheit in den Statistiken bemerkbar. So zeige sich nach Angaben der DAK über alle Berufsgruppen hinweg eine hohe Anzahl von Kurzzeit-Fällen. Durchschnittliche Krankheitstage: Wie hoch liegt die Quote in Deutschland? Denn Fehlzeiten werden in der Regel nur mit einer Dauer von mehr als drei Tagen als Krankschreibung an die Krankenkassen gemeldet Vielmehr spricht man daher von Arbeitsunfähigkeitstagen AU-Tage. Hier zeigt sich laut Dachverband der Betriebskrankenkassen BKK ein starker Aufwärtstrend in den vergangenen Jahren. Lag die Zahl der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeitstage je BKK-Mitglied im Jahr bei 15, stieg sie innerhalb von zehn Jahren auf 22,6. Rentner und Durchschnitt kranktage deutschland sind in den Statistiken der BKK nicht berücksichtig. Dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB zufolge waren Beschäftige in Deutschland im Durchschnitt 15 Arbeitstage krank gemeldet, im Vorjahr waren es noch 11,2 Tage, im Jahr noch 9,3. Was sind die häufigsten Gründe für Arbeitsausfälle? Die Ursachen für eine Arbeitsunfähigkeit sind divers. Sie können von einer harmlosen Erkältung bis hin zu einer schweren Depression reichen. Allen voran psychische Erkrankungen haben in den vergangenen Jahren zu vermehrten Fehltagen in Deutschland geführt. So beziffert die DAK den Anstieg der Ausfalltage aufgrund psychischer Erkrankungen von bis auf 41 Prozent. Und auch im Jahr erreichte das Niveau laut Krankenkasse einen neuen Höchststand. Die Zahlen sind alarmierend, benötigen jedoch eine Einordnung. Zunächst betonen Experten stets die zunehmende Sensibilisierung für das Thema. Psychische Erkrankungen sind kein Tabu mehr. So würden Menschen mittlerweile offener über Depressionen oder Ängste sprechen, sagt etwa Andreas Storm, Vorstand der DAK-Gesundheit. Der unmittelbare Rückschluss darauf, unsere Arbeitswelt sei in den vergangenen Jahren stressiger und psychisch belastender geworden oder aber Widerstandsfähigkeit der Menschen habe abgenommen, ist zu kurz gegriffen. AU-Tage im Zusammenhang mit einer Krankheit signalisieren vor allem ihren Schwergrad. Psychische Erkrankungen verursachen in der Regel überdurchschnittlich viele AU-Tage. Denn Angstzustände oder depressive Tendenzen lösen sich nicht über Nacht. AU-Fälle hingegen geben Hinweise auf die Häufigkeit von Erkrankungen. Wird der Anteil am Krankenstand anhand der AU-Tage gemessen, fallen psychische Erkrankungen dementsprechend stärker ins Gewicht.