Teilungsversteigerung bei scheidung
Wann ist eine Teilungsversteigerung möglich? Eine Teilungsversteigerung nach einer Scheidung ist meist mit Verlusten behaftet. Die Teilungsversteigerung ist eine Zwangsvollstreckung, wenn sich die ehemalig Verheirateten partout nicht einigen können, beispielsweise auf eine Nutzungsentschädigung. Sie ist die letzte Möglichkeit, eine Änderung der Eigentumsverhältnisse zu bewirken. Das Verfahren kann formlos beim zuständigen Amtsgericht schriftlich beantragt werden. Ein aktueller Grundbuchauszug ist beizufügen. Allerdings kann eine Teilungsversteigerung nur unter bestimmten Umständen durchgeführt werden. Eine Teilungsversteigerung vor rechtskräftiger Scheidung ist möglich — ohne Zustimmung des Antraggegners jedoch nur, wenn sich die Eheleute nicht im Stand der Zugewinngemeinschaft oder Gütergemeinschaft befinden. Mindestens zehn Prozent sonstiges Vermögen müssen vorhanden sein. Vor- und Nachteile Einen Vorteil kann die Teilungsversteigerung vom Haus bei einer Scheidung für den Eigentümer haben, der die Immobilie erwerben möchte. Denn das Objekt wird üblicherweise mit einem geringsten Gebot von 50 Prozent des Marktwertes angeboten und oft auch verkauft. Allerdings besteht auch das Risiko, dass andere Mitbieter den Preis in die Höhe treiben und letztendlich den Zuschlag bekommen. In dem Fall wäre das Haus für beide Ex-Partner verloren. Beachten Sie: Keiner der Ex-Eheleute hat bei der Teilungsversteigerung nach einer Scheidung ein Vorkaufsrecht! Die Versteigerung abwenden — Geht das? Die Teilungsversteigerung nach einer Scheidung zu verhindern ist vor allem bei gemeinsamen Kindern möglich. Der Antragsgegner kann die Teilungsversteigerung nach einer Scheidung verhindernindem er innerhalb von teilungsversteigerung bei scheidung Wochen nach ihrer Beantragung die Einstellung des Verfahrens beantragt. Das Gericht entscheidet über den Antrag. Insbesondere vorhandene Kinder können einen Grund darstellen, das Verfahren einzustellen, wenn das Wohl des Kindes bzw. Die Einstellung ist aber auch möglich, wenn der angesetzte Termin nach Abwägung aller Interessen nicht angemessen erscheint. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Übernahmeverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind oder zeitnah eine Werterhöhung des Grundstücks zu erwarten ist. Befristung der Verfahrenseinstellung Meist teilungsversteigerung bei scheidung die Einstellung jedoch auf sechs Monate befristet und kann nur ein weiteres Mal beantragt werden, sodass eine maximale Verzögerung von einem Jahr erreicht werden kann. Ist der Grund der Einstellung das Kindeswohl, dann sind sogar mehrere Einstellungsanträge möglich. Aber auch in dem Fall erfolgt die Versteigerung nach spätestens fünf Jahren. Eine Teilungsversteigerung nach einer Scheidung ist häufig die schlechtere Lösung! Sie ist meist mit erheblichen wirtschaftlichen Verlusten für beide Parteien verbunden. Um auch bei einem schwierigen Verhältnis der Miteigentümer eine Einigung zu erzielen, sodass eine Versteigerung verhindert werden kann, sind anwaltliche Hilfe und gegebenenfalls eine Mediation sinnvoll!